Rokko's Adventures Magazin Release Night feat.

Donnerstag 17.12.2009 21:00 5.- hosted by workstation
Rokko's Adventures Magazin Release Night feat.

Rokko's Adventures Magazin Release Night feat.
beAuTies oF ThE NiGhT
The Dieter von Kroll Experience

ROKKO'S ADVENTURES gibt es seit 2007, ist in Wien wohnhaft und erscheint halbjährlich. Neben Artikel über abwegige Klunker zwischen Musik, Kunst, Film und Literatur sind auch ausführliche Reportagen und wissenschaftliche Beiträge wichtige Bestandteile der Blattlinie. Berichtet wird über interessante, mitunter obskure sub-, zwischen- und hochkulturelle Phänomene: Schädelbohrer, Oma, die Wiener Unterwelt, Olga Neuwirth, Joe Coleman, die Melvins, Leichenpräparation, Exopolitik, ruth weiss, Mind Control, Lubricated Goat, Pharao King Maw und Vaginalaroma sind nur ein paar der zahlreichen Untersuchungsgegenstände.

THE DIETER VON KROLL EXPERIENCE (Wien)
Allstar-Combo mit Mitgliedern von u. a. Bulbul, Nitro Mahalia, United Movement, 100min/hour, First Fatal Kiss, Nin Com Poop, Rokko Anal and The Coathangers: Vier (!) SchlagzeugerInnen arbeiten wie Fließbandmaschinen, während zwei Bassisten und Noiser nochmal über den Fabriklärm drüberfahren. Handgemachte Technotrance, ein Ravefest für die Fuck Parade.

THE BEAUTIES OF THE NIGHT (Wien, Berlin)
Die Künstlerband Beauties of the Night aus Wien/Berlin ist launenhaft. Sie verschwindet für gewöhnlich so schnell wie sie auftaucht - ähnlich wie der deutsche Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht eine Wolke in einem seiner Liebesgedichte beschreibt: Doch jene Wolke blühte nur Minuten und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind. Der Bandname entspringt dem französischen Film Les Belles de Nuit (1952) von René Clair über eines Musiklehrers durchkreuzte Pläne ein Meisterwerk zu schaffen, da er ständig vom Lärm der Nachbarn unterbrochen wird, aber letztendlich fröhliche Zuflucht in seinen ausgeklügelten träumerischen Fantasien findet. Beauties of the Night streben nach einer intensiven und lärmigen Umarmung des Publikums, mehr oder weniger sichtbar durch abwechselnde Dias, die sie sporadisch während ihrer Performances beleuchten - und definitiv werden sie so von ihren Nachbarn gehört. Die Beauties of the Night scheren sich kaum irgendetwas, weder was Songstrukturen, noch Songwriting oder Proben wie Live-auftritte angeht. Es scheint fast, dass egal, was ihnen auf der Bühne in den Sinn kommt, ohnehin in abgefuckten Noiserock mündet. Die Musik, die sie machen, ist ein verrückter lauter Sound und trotz traditionellen Rock-Line Ups (zwei Gitarren, Schlagzeug und Bass), ist das, was daraus entsteht, am ehesten mit Free Jazz zu vergleichen. Sehr lautem Free Jazz!