OMÜ ++ KONZERTREIHE - Ein Projekt des NLK-Kulturvereins gefördert durch TKI-Open 06

Die Dezimierung der Verständinsproblematik ist ein omnipräsentes Anliegen unserer Zeit. Dies gilt für sämtliche Bereiche des politischen und privaten Lebens.


so geht revolution ... Mi. 07.12 - Sa. 10.12 in der p.m.k

„Join the Revolution!“, „Fight for your rights!“, „Radikalisiert das Leben!“. Parolen aus dem Wortschatz von PolitaktivistInnen? Aber nein! Die Slogans stammen allesamt aus Werbeanzeigen der letzten Jahre. „Be different!“, lautet das Credo dieser Tage. Dem umkämpften Verhältnis von politischen Zeichen, realem Protest und neoliberalen Gegenwartspraxen widmet sich die Ausstellung „so geht revolution“. Zu sehen sind Che Guevara, Karl Marx, Mao, Lenin, Ulrike Meinhof, rote Fahnen und rote Sterne, Straßenschlachten und Molotov-Cocktails in 100 kommerziellen Werbeanzeigen von 1967 bis heute.


TKI open 06 don´t take it private, take it politically!

Bereits zum vierten Mal wurde heuer TKI open ausgeschrieben. Bei der offenen Jurysitzung am 12. November wurden aus den zahlreichen Einreichungen 12 Kulturprojekte ausgewählt. Darunter auch vier Projekte von p.m.k Mitgliedern.

:: Projekt breakcore / von Riddim Academy
:: RAP:POLITIX…OmU-Konzerte und das Erbe der Väter / NLK-Kultur
:: home sweet home / Radikales Nähkränzchen
:: in/ga. intervention gastgarten / grauzoneaction.net


Ums Tanzen geht’s ja sowieso nicht!

Die österreichische Nation liege im Tanzfieber, heisst es neuerdings. Dank sei dem ORF, der Tanzen als neues Nationalhobby mit erheblichen Anstrengungen allerorten proklamiert und gehirnwäscheähnlich dem ahnungslosen Fernsehzuseher eindoktriniert. Kaum eine ORF Sendung kommt mehr ohne den Hinweis auf das Tanzen aus, zahlreiche Tanzfilme werden vor- oder nachgeschaltet. Dancing Stars heisst die Show um die sich Österreich in den nächsten Wochen drehen soll, am besten im Walzertakt. Vordergründig nicht weiter schlimm sollte man meinen, haben wir doch Taxi Orange ebenso überlebt wie Starmania.


Wir wollen gewollt werden

Wer hierzulande etwas will, der muss gewollt werden. Vor allem dann, wenn er (oder auch sie – aber in den meisten dieserorts erfolgreichen Fällen handelt es sich tatsächlich um einen er) nicht nur etwas wollen, sondern auch etwas erreichen will.


Kultur ist Arbeit. Arbeit verdient Geld

Die Plakataktion „Kultur ist Arbeit. Arbeit verdient Geld“ war die erste gemeinsame Aktion der bættlegroup for art. Durch Schlagwörter wie Kulturhauptstadt oder Kulturoffensive ist die Kultur in Innsbruck zumindest vordergründig wieder in alle Munde gekommen. Diesen Umstand haben die freien Kulturschaffenden zum Anlass genommen, sich zu vernetzen und einen Nachdenkprozess in Gang zu bringen, der den Stellenwert von Kunst und Kultur für die Stadt wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken wird.


Wie der Hase läuft. Über die gesellschaftliche Relevanz von Kunst.

Irgend etwas scheint schief zu laufen in der Kunst. Zwar ist nach einer jüngsten Studie der Arbeiterkammer Tirol und des Landes Tirol die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Kürzung von Kultursubventionen und zwar mit einem sehr hohen Prozentsatz von 77 %. Und da fährt ein Blatt Papier mit einem Hasen im hochgesicherten Spezialtransport ultraprofessionell und hightechmässig gelagert, begleitet von Sicherheitseskorten und luftüberwacht im LKW Konvoi durch Europa, dass ein uneingeweihter Beobachter meinen könnte, es handle sich um George Bush, den Papst oder die Goldreserven von Ford Knox.


PURE GELDMACHE !!!

„Bei fünf, sechs Euro Eintritt ist das doch keine autonome Kultur mehr, sondern pure Geldmache…“ Wie es das Schicksal manchmal so will, kam ich neulich während einer kurzen Zugfahrt in den Genuss, das Gespräch einiger oberländer Jugendlicher mitzuhören. Es ging ganz offenbar um unsere p.m.k und unsere „unverschämte“ Preispolitik. Der junge Herr, der sich zu der Aussage genötigt fühlte, dürfte selbst noch nie ein Konzert veranstaltet haben oder nur im Entferntesten in die Organisation eines solchen eingebunden gewesen sein.


Subkultur als progressive Strategie der Hochkultur? - Eine Vision

So klar die Forderungen der p.m.k nach einer eigenen Basisstation mit Veranstaltungsraum und geeigneter technischer und organisatorischer Infrastruktur von Anfang an waren, so hartnäckig scheinen sich auf Seiten der politisch Verantwortlichen jene Vorurteile zu halten, denen sich Subkultur wahrscheinlich generell gegenüber sieht.
Subkultur braucht keinen eigenen Ort. Subkultur findet irgendwo punktuell, mobil statt, sie sucht sich Nischen. Subkultur braucht kein Geld, sie braucht keine Infrastrukturen und vor allem sie braucht keine Jobs.


Ist die Kultur noch zu zahlen?

Am Beginn jedes Jahres müssen die Subventionsansuchen an die jeweilgen Subventionsgeber neu gestellt werden.Verhandlungen stehen an, die jedes Mal aufs Neue die Existenz aller Kultureinrichtungen betreffen, meistens ist von Kürzungen die Rede. Spätestens zu diesem Zeitpunkt stellt sich wieder einmal mehr die grundsätzliche Frage nach dem gesellschaftlichen Stellenwert von Kunst und Kultur, und in unserem Fall nach dem gesellschaftlichen Stellenwert von Subkultur.