Sa. 21.2.2026
f1x.0 - part lll
Die nächste Ausgabe unserer Reihe, die Kunst und Rave-Kultur vereint.
Wie in den letzten Jahren bringen wir multidisziplinäre Künstler und Musiker zusammen – Performances, die Traumwelten von Schmerz, Macht und Menschsein in einer sich selbst zerstörenden Gesellschaft erkunden, untermalt von eindringlichen Klängen und treibenden Bässen.
Mehr als eine Clubnacht: f1x.0 ist ein industrieller Spielplatz für tiefgreifende Begegnungen zwischen Klang, Körper und Kunst.
Tauche ein in eine Nacht, in der Klang und Körper verschmelzen und Grenzen verschwimmen.
Julia Witas eröffnet mit Klangräumen voller Sehnsucht – zarte Welten aus Stille, Trauer, Natur und Traum, die dich hineinziehen und festhalten.
Danach Vidadod: Der eigene Leib wird zum Resonanzkörper, Schmerz wird Kraft, Emotion wird zu ungezähmter Energie.
Teer treiben alles auf die Spitze – ein Duo, das der Gegenwart ohne Scheu den Spiegel vorhält, Weltschmerz zu einem Sturm aus Sound verdichtet und ihn direkt unter die Haut schickt.
Zum Ausklang: harte Beats, pulsierende Rhythmen – Mia Dunkelbunt und Klare Cvnte halten das Herz am Laufen und fordern dich auf, im Moment zu bleiben, dich zu bewegen, dich hinzugeben.
f1x.0 öffnet den Raum dazwischen – dort, wo Kunst sich in Klang verwandelt und der Dancefloor zu mehr wird als nur Tanz.
Julia Witas
Julia Witas ist eine in Berlin lebende, multidisziplinäre Künstlerin, die an der Schnittstelle von Musik, Film und Performance arbeitet. Ihre Werke erkunden Themen wie Trauer, Tod, Natur und Träume und dringen in die emotionalen und transformativen Dimensionen von Klang und Erinnerung ein.
Durch das Zusammenspiel atmosphärischer, vielschichtiger Klanglandschaften, Feldaufnahmen, dynamischem Gesang und Atem kreiert sie filmische Kompositionen, die zwischen verschlingender, düsterer Verzerrung und poetischer Zerbrechlichkeit changieren. Ihre Performances, geprägt von emotionaler Intensität und unmittelbarer Wirkung, entfalten sich zu fesselnden, rituellen Erlebnissen. Witas trat bereits in Spielstätten wie der Volksbühne Berlin (DE), Lost Angeles (USA) und dem Astra Kulturhaus (DE) auf.
The Vidadod
Vidadod durchlebt Schmerz mit Eleganz und drückt Emotionen durch Körpersprache aus. Eine intensive Reise, die viszerale Energie vermittelt und anmutig im Blut tanzt.
Geboren 2017, performt Vidadod seit 2019 mit extremen Körperpraktiken.
In diesen Performances geht es um die geteilte Energie zwischen den Zuschauern und Vidadod, die das ausdrückt, was im Moment aufkommt. Mit deren Hintergrund in Tanz und Performance improvisiert Vidadod Bewegungen, die Emotionen ausdrücken. Anstatt mit dem Einsatz von Blut zu schockieren, thematisiert diese Performance Emotionen, menschliche Stärke, die Kraft und das Wachstum, die wir durch das Durchhalten und die Auseinandersetzung mit Schmerz gewinnen, anstatt ihn zu unterdrücken. Üblicherweise mit Nadeln im Gesicht, gelegentlich auch Hakenaufhängung. Vidadod tritt in ganz Europa und Großbritannien auf.

TEER
Zwischen den verzerrten Frequenzen von Digital-Post-Punk und dem heftigem Tempo von Nu-Techno erhebt sich ein Sound, der nach Veränderung schreit. TEER brechen und verbinden. Ihre harten technoiden Beats treffen auf wummernde Drums, kreischende Synthesizer und atmosphärische Verzerrungen. Die Vocals tauchen als geflüsterte Fragmente oder zerstörte Schreie aus der Dunkelheit auf, mal schneidend, mal wie ein ferner, kaum greifbarer Hall. Zusammen entsteht ein Klangbild, das bedrängt und mitreißt. TEER blicken in die Abgründe unserer Zeit.
Ihre Songs sprechen von Apokalypse und Weltschmerz, von der Last, Mensch zu sein, und von der Fragilität der Erde, die wir bewohnen. Konsum und Macht, Abhängigkeit und Rausch – sie alle tanzen hier auf einem schmalen Grat zwischen Sehnsucht und Zerstörung. In den Schatten ihrer Texte lauern verdrängte Wünsche und verbotene Begierden, die aufbrechen und sich wie Glut unter die Oberfläche brennen. Nach ihrer ersten EP “GEISTER, DIE WIR RIEFEN” und diversen Singles beginnt 2025 mit einem Knall: “GLUT” heißt die neue Single, die bereits im Januar erscheinen wird. Dunkel, drängend, unaufhaltsam – ein Schimmer von dem, was kommt.
Das Gewitter naht.
MiaDunkelbunt
MiaDunkelbunt, 27 Jahre alt, ist eine Techno-DJ, die zwischen Innsbruck und Wien lebt und in beiden Städten aktiv in der Szene mitwirkt. In Wien ist sie Teil des „hausgemacht“-Kollektivs, einem feministischen Kulturverein, der Lust, Körperakzeptanz und Konsens fördert. In Innsbruck gehört sie zum EAT Network, das die lokale elektronische Musikszene unterstützt.
Mit ihren Sets, die sich zwischen 130 und 150 BPM bewegen, bietet sie eine vielfältige Mischung aus Peak Time Techno, Industrial Techno, Raw Techno, Acid Techno und Hard Techno. Ihre Musik verbindet harte Beats, treibende Rhythmen und experimentelle Klänge.




