Fr. 9.10.2026

reclaim:your:club // club:against:reality: „Candy Girls - Sexismus in der Musikindustrie“ mit Sonja Eismann, Maria Reiter, Masha Dabelka & Un Dos Tresa

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AK: € 10 bis 15,-
PMK
Doors: 19:30   Start: 20:30
Buchvorstellungen
Abstract
Acid Techno
Ambient
Drone
Techno

Die Musikindustrie – das große Versprechen von Freiheit, Authentizität und Empowerment. Doch was steckt hinter den Kulissen? In ihrem neuen Buch „Candy Girls. Sexismus in der Musikindustrie" (Edition Nautilus) legt Sonja Eismann offen, wie tief Sexismus, Misogynie und Machtmissbrauch im Pop:Business verwurzelt sind – gestern wie heute.


So wütend wie luzide zieht die Kulturwissenschaftlerin, Publizistin und Mitbegründerin des Missy Magazine Bilanz: über den male gaze im Pop, über adoleszente Starlets und alternde Ausnahmekünstler:innen – und über die Frauen, die sich dagegen wehren.

Im Anschluss wird es laut: Mit einem Live-Konzert bringt Maria Reiter (Innsbruck) ihre eigene Note auf die Bühne, bevor Masha Dabelka aka Turntablista (Wien) die crowd zum tanzen bringen wird.

Ein Abend zwischen Abrechnung und Ausgelassenheit – Popkultur kritisieren und gleichzeitig feiern.

Programm
20:30 Uhr – Lesung & Gespräch mit Sonja Eismann (Journalistin und Kulturwissenschaftlerin // Berlin)
22:00 Live: Maria Reiter (Audiovisual Artist // Innsbruck)
danach – DJ Set: Masha aka Turntabalista (Producer, DJ, Teacher // Vienna) & Un Dos Tresa

Aus dem Buch: »Feminismus ist nicht Fun, er ist komplex und er kotzt die Leute an – und er macht Arbeit! Und die hat sich Sonja Eismann gemacht, indem sie mit Verve und Zorn und zahllosen Beispielen beweist, wie patriarchal es in der Musikindustrie immer noch zugeht.« – Christiane Rösinger Junge Frauen und ihre Körper – selbstverständlich normschön, jugendlich, sexy – sind das Rohmaterial, aus dem die Musikindustrie und die Logik des Pop gemacht sind. Sie werden in Songtexten angeschmachtet und fetischisiert, beschimpft und degradiert, sie dienen auf der Bühne und im Backstage als Projektionsfläche.

Weibliche Fans werden als kreischende Masse oder willenlose Groupies betrachtet, nicht fähig zu einem ernsthaften Interesse an der Musik oder einem ernstzunehmenden Geschmack. Und wenn eine Frau als Künstlerin auftritt, dann ist sie zunächst eine Frau und erst dann eine Musikerin, dann ist ihr Körper entweder zu dick, zu dünn, zu perfekt oder sonst wie falsch, dann ist sie entweder Hure oder Heilige, und dann – plötzlich – ist sie sowieso zu alt.

In einer so wütenden wie lehrreichen Mischung aus Analyse und Abrechnung zeigt Sonja Eismann, wie tief Sexismus und Ageismus in die Musikindustrie eingeschrieben sind, wie wir als Konsument*innen den male gaze erlernt und verinnerlicht haben, wie Missbrauch und Pädosexualität in fast allen Szenen und Genres akzeptiert werden.

Sie schreibt über alte Männer, die minderjährige Sängerinnen sexualisierte Songs performen lassen, über die scheinbare Unmöglichkeit eines richtigen Alterns, sexistischen Musikjournalismus, Superstars wie Taylor Swift, Beyoncé oder Peaches, über Feminizide in Songlyrics – und natürlich über Beispiele der selbstbewussten Aneignung, des Widerstands, der wütenden Mittelfinger gegen das Musikpatriarchat.

Eine Veranstaltung des Kulturkollektivs ContrApunkt.

Sonja Eismann

Masha Dabelka

Maria Reiter

Un Dos Tresa

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Juliette Moarbes
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Dasha Fedorova and Sanya Brazgovka