Nur drinnen ist wie draußen

In der guter Jahreszeit zieht es die Menschen naturgemäß nach draußen, dann stehen sie herum, trinken das Trendgetränk des Sommers und sehen sehr gut dabei aus.


Musik für alle

Zu Beginn des Frühsommers steigt stets meine Vorfreude auf eine Veranstaltung, und ich rede hier nicht vom Haller Radieschenfest, so sehr mir auch Produktköniginnen wie eben Radieschenprinzessinnen auf eine rätselhafte Weise inzwischen ans Herz gewachsen sind. Auch meine Liebe zum seit 62 Jahren ausgetragenen Eurovision Song Contest (kurz ESC) verstehen nicht alle, und vieles am ESC ist ja auch wirklich unverständlich.


We’ve Come a Long, Long Way

Lotte Tobisch unterhielt in den 1960er Jahren bekanntlich mit dem – im ersten Jahr meiner Programmheft-Kolumne hier bereits behandelten – Philosophen und Musikkritiker Theodor W. Adorno einen Briefverkehr, der 2003 veröffentlicht wurde und den ich letzthin las.


There’s No Place Like Hawkins, Indiana

Neulich war ich Teil einer Performance, bei der ich naturgemäß Schleicher tanzte, da auch das zu meinen liebsten Zeitvertreiben (gleich nach den im letzten Programmheft erwähnten Tätigkeiten*) gehört. Unpassenderweise oder passenderweise (das ist häufig schwierig zu entscheiden) dachte ich dabei oft an die Schlussszene der zweiten Staffel der Retro-Mystery-Fernsehserie „Stranger Things“, in der die die Hauptfiguren darstellenden Kinder bei einer am 15.


Now You’re Younger, Take Lost Liabilites Apart

Ehrlich gesagt sind meine beiden allerliebsten Beschäftigungen Schlafen und (wie bereits in meinem ersten Vorwort hier angedeutet) TV-Serien mit Vampiren anzusehen. Und unlängst habe ich geträumt, Bekannte von mir hätten einen Lesezirkel zum Thema „Identitätspolitik und Überforderung“ gegründet, und war davon sehr begeistert. Im Unterschied zu vielen anderen Träumen hielt und hält diese Begeisterung im wachen Zustand weiter an, wenngleich auch aus unterschiedlichen Gründen. Im Traum wurde ein Reader angelegt, zu dem jede Woche jemand von den Teilnehmenden einen Text beisteuern sollte.


Wie zusammen leben: Simulationen einiger alltäglicher Räume im Internet und Seminarraum

Seit geraumer Zeit spiele ich mit einer Smartphone-App ein Spiel, bei dem die Spieler*innen aus zufällig gezogenen Buchstaben Wörter legen und dabei verschiedene Bonusfelder auf dem Spielbrett nutzen können, um besonders viele Punkte dafür zugesprochen zu bekommen. Es ist bei dieser App für jene, die – wie das im Internet ausgedrückt wird – aus Gründen keine ihnen persönlich bekannten Mitspieler*innen finden, auch möglich, mit zufällig ausgewählten Unbekannten zu spielen.


„Schon mancher Mensch hatte sich ..."

„Schon mancher Mensch hatte sich in dem postwissenschaftlichen Glauben,
daß alles mit allem zusammenhinge, sehr schnell total verzettelt...“

...steht im vor mittlerweile fast 20 Jahren (übrigens im Jahr der Uraufführung von Elfriede
Jelineks Sportstück) erschienenen und mein Denken, Fühlen und Handeln nachdrücklich
geprägt habende Roman Tomboy des Autors, Musikers und DJs Thomas Meinecke, der
unlängst im Rahmen des Innsbrucker Prosafestivals explizite House Music aus dem sexuell
anders denkenden Underground Chicagos auflegte. Hinterher sagte Meinecke zu uns


Unlängst und ungefähr zur gleichen Zeit, nur zwanzig Jahre früher

Unlängst stand ich nach dem Besuch eines feministischen Performance-Lecture-Festivals bei dessen Afterparty wieder einmal
unter meinem liebsten Neonlicht („Ohne Theorie...“) und hatte eine Epiphanie.


the times they are a-changin’

come gather around people, wherever you roam
and admit that the waters around you have grown …
bob dylan

die vorgeschichte.


Offen und Herrlich oder der ganz normale Wahnsinn

Eigentlich wollte ich über unser jährliches Strassenfest schreiben. Darüber, dass wir uns jetzt schon darüber Gedanken machen, wie wir das nächste Mal den nicht enden wollenden Besucheransturm besser in den Griff bekommen wollen, und das, obwohl jedes, ich wiederhole, ausnahmslos jedes Jahr irgendwann im Laufe des Abends der Punkt erreicht ist für das fast schon traditionelle „NIE WIEDER“!