Mario Vötsch :: Das Organisieren von Freiheit

Am Anfang war da dieses undurchsichtige Konglomerat. Ein bunter Haufen umtriebiger Menschen, die durch einen Ort oder irgendeine Idee verbunden schienen. Ich hatte keine Ahnung, was dahinter steckte, verstand nicht, wieso jeder Abend von einem anderen kryptischen Namen „gehostet“ wurde, wie einmal Electronic und dann Punk, einmal Metal und dann wieder Folk auf dem Programm stehen konnten. Überhaupt diese nebulösen Bezeichnungen: mal etwas länger wie Alien Explorer, Choke Media Empire oder Dirty Dancing Crew; mal kürzer wie flz, flim oder DKK. „Was soll das?“, dachte ich mir.


Hans Platzgumer :: bis in die p.m.k

Im „Akt“ bin ich aufgewachsen, in den Viaduktbögen beim Innsbrucker Hauptbahnhof. Da waren noch keine anderen Lokale dort. Nur das Akt. Und ich, ein Teenager. Mit dem Fahrrad jede Nacht hinuntergerast, von Hötting runter, Bad Brains im Ohr, so schnell es geht, so laut es geht, hoffen, dass mich Polizisten auf dem Fahrrad in der Altstadt dabei erwischen, wie ich durch die Fußgängerzone fege und ihnen entwische, weil ich wendiger bin als sie. Und dann hinein in den Viaduktbogen, Fensterklappe auf, Tür schnell zu hinter sich. Dann war man in Sicherheit.


Markus Köhle :: Aufhang vor!

Alle sind sie da.
Holdheiten und Durchläuchte.
Man hat einen Geschmackspachtvertrag auf Lebenszeit und ein
weltveränderungsbeständiges Dünkelabonnement.
Man ist damit nicht alleine.
Man findet sich zur Premiere ein.
Alle versinken in der Weichheit ihres Stuhles.
Es wird Zeitgenössisches gegeben.
Man ist geneigt, sich empören zu müssen.
Wenn man als der, der man ist, nicht versteht, wer kann das denn dann ?
Wer soll das denn dann verstehen, und was soll das denn dann überhaupt ?
Man gehört zu den Überhäuptern.
Man kann es sich leisten, zu seinen Neigungen zu stehen.


Markus Schennach :: Ein Zimmer für viele

Dass alle Formen künstlerischer Ausdrucksweisen geeignete Orte brauchen dürfte unumstritten sein. Dass Kulturräume aber auch Orte mit vier Wänden, Boden, Decke, Equipment und OrganisatorInnen sind, und dass diese in vielen Fällen neu geschaffen werden müssen ist schon umstrittener. Infrastruktur kostet Geld. Und zwar dauerhaft. Kunst und Kultur kann nur arbeiten, sich entwickeln, experimentieren und innovative Formen annehmen, wenn sie dauerhaft arbeiten kann. Hier wird ein grundsätzliches Problem der Kulturförderungspolitik sichtbar.


Ingeborg Erhart :: Happy birthday to you, Marmelade im Schuh …

So würden Fünfjährige aufgeregt und mit hochroten Wangen und verstrubbelten Haaren vielleicht ausgelassen kichernd das Geburtstagskind des Tages hochleben lassen.

Das wird beim 5. Geburtstag der pmk eher nicht der Fall sein. Der Sound wird mit Sicherheit besser sein, die pmk ist längst den Kinderschuhen entwachsen und hat sich als Veranstaltungsort und Plattform für 30 Vereine etabliert.

Zu Ausgelassenheit und Feierstimmung besteht jedoch Grund!


Albi Dornauer :: Hochmotiviert

Hochmotiviert Musik hören, hochmotiviert eine Band entdecken, hochmotiviert recherchieren, hochmotiviert herausfinden, dass die Band bald auf Tour geht, hochmotiviert die Band live sehen wollen, hochmotiviert E-mails schreiben, hochmotiviert hochmotivierte Bookingagenturen runterhandeln, hochmotiviert als Kleinstadt dann doch Montags und Dienstagstermine bestätigen, hochmotiviert Texte schreiben, hochmotiviert Flyer machen, hochmotiviert aufgeben irgendwelche halbmotivierten Sponsoren zu finden, hochmotiviert das UPS Paket in der Zentralstelle abholen, obwohl man hochmotiviert zuhause war als


Kultur in Zeiten der Krise

Eigentlich kann ich das Wort Krise nicht mehr hören. Was geht mich das an, als Kulturschaffende bekanntermaßen nicht gerade mit Reichtum gesegnet, wenn sich irgendwo irgendwer verzockt und dann halt statt Milliarden nur mehr Millionen verdient. Ich hab eh nichts zu verlieren, also was soll´s.


Kultur in Zeiten der Krise Part II

In meiner letzten Kolummne habe ich mich damit beschäftigt, welche Auswirkungen die viel zitierte Wirtschaftskrise auf die Kultur haben könnte und bin dabei auf erstaunliche Ergebnisse gestossen.

Und, obwohl ich behauptet habe, ich könne das Wort Wirtschaftskrise in keinster Weise mehr hören, lässt mich das Thema im Zusammenhang mit Kultur irgendwie jetzt doch nicht mehr los. In der Kultur liegt vieles im Argen, in der Kultur gibt es immer zu wenig Geld und überhaupt jede Menge anderer Probleme. So gesehen befindet sich die Kultur in der Dauerkrise.


Frühlingserwachen in der zweitcoolsten Location Österreichs

Auch wenn die Meldung nicht mehr ganz frisch ist, es war mir noch nicht vergönnt, sie an dieser Stelle zu verkünden. Als wir nämlich Mitte Dezember Redaktionsschluss für unseren letzten Folder hatten, wussten wir noch nichts von unserem Glück: Aber gerade rechtzeitig zum Jahreswechsel verbreitete sich dann die Sensationsmeldung wie ein Lauffeuer: die p.m.k ist bei der FM4 Wahl zur Location des Jahres 2008 auf Platz zwei gelandet.


p.m.k holt 2ten Platz beim FM4 Poll 2008

Die p.m.k hat bei der FM4 Wahl zur "Location des Jahres" den 2ten Platz hinter dem Fluc (Wien), aber noch vor dem Flex und vielen anderen gemacht. Das Gustav Konzert in der p.m.k wurde immerhin noch zum zwölft besten Konzert des Jahres gewählt. Noch vor Björk. Auch nicht schlecht...
Das freut uns natürlich sehr, und ist ein toller Auftakt ins fünfte p.m.k Jahr. Hurra. Here we go...
cheers und guten Rutsch.